Lysandra Books Adventskalender – Türchen 22

Musikalische Weihnachtsgrüße unserer Autorin Louise Bourbon
und ein Rezept für Bûche de Noël

Heute bringen wir Euch mit Hilfe von Madame Bourbon musikalisch und kulinarisch in Weihnachtsstimmung!

»Un flambeau Jeanette Isabelle«
gesungen und am Klavier begleitet von Louise Bourbon

Zum ersten Mal 1553 in Frankreich veröffentlicht, war »Un flambeau Jeanette Isabelle« im 17. Jahrhundert ein bekanntes Weihnachtslied. Sein Ursprung wird in der Provence vermutet.

Text der ersten Strophe:

Un flambeau, Jeannette, Isabelle,
Un flambeau, courons au berceau.
C’est Jésus, bonnes gens du hameau,
Le Christ est né, Marie appelle:
Ah! Ah! Ah! Que la mère est belle,
Ah! Ah! Ah! Que l’enfant est beau.

Zu dem Lied gibt es eine Hintergrundgeschichte:
Es handelt von zwei Schwestern, Jeanette und Isabelle, die in Bethlehem umher irren, um ihre Kühe melken zu können. Sie sehen den vermeintlich leeren Stall – und finden das Jesuskind vor. Daraufhin eilen sie dann in die Stadt, um in Bethlehem das Wunder zu verkünden.
In weiteren Strophen wird berichtet, dass dem Jesuskind als Gaben auch Kuchen und Süßigkeiten überreicht werden. Die Krippe mit Süßigkeiten zu dekorieren ist in manchen Gegenden der Provence immer noch üblich.

Rezept Bûche de Noël – Weihnachts(Baumstamm)Kuchen

Der Bûche de Noël ist ein französischer Weihnachtskuchen, der traditionell am Ende des Réveillon, des Essens am Heiligen Abend gereicht wird. Die Tradition geht auf das Fest der Sonnenwende zurück und ist seit dem Mittelalter bekannt. So verbrannte man im Kreise der Familie im Kamin einen großen Baumstamm – groß genug, dass er zwölf Nächte hindurch brennen konnte. Das Feuer sollte die dunklen Nächte und insbesondere die Rauhnächte erhellen. Nahm man, so die Legende, den Stamm eines Baumes, der Früchte trägt, sollte dies eine gute Ernte im kommenden Jahr sicherstellen. Entzündet wurde das Feuer mittels eines Lorbeerzweiges, der vom zurückliegenden Osterfest stammte.

Das Gebäck besteht grundlegend aus einer Biskuitrolle mit Schokoladen- oder Marzipanfüllung, so mögen wir sie auch am liebsten, doch die Rezepte variieren regional.

Die Zutaten für eine Rolle (ca 12 Stücke):
6 Eier
1 Prise Salz
100 g Zucker
100 g Mehl
200 g weiche Butter
150 g Zucker
100 g Zartbitterschokolade
2 TL Kakaopulver
4 Eigelbe
1 Ei

Zubereitung:
Für den Teig die Eier trennen. Dann die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen, 30 g Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe aufschlagen und dann mit dem restlichen Zucker cremig rühren. Den Eischnee darauf geben und vorsichtig unterrühren. Das Mehl darüber sieben und ebenfalls unterheben.
Die Biskuitmasse gleichmäßig auf dem Blech verstreichen. Im Ofen bei 200° (Mitte, Umluft 180°) 12 Minuten backen. Unbedingt im Auge behalten, eventuell den Backofen vorheizen, denn der leichte Teig verbrennt schnell. Mehr als eine Tasse Kaffee zwischendurch sollte man sich nicht vornehmen. 😉
Ein leicht angefeuchtetes Küchentuch mit Zucker bestreuen. Die Biskuitplatte darauf stürzen, das Backpapier abziehen. Die Biskuitplatte mit Hilfe des Tuches einrollen und unbedingt abkühlen lassen.
Butter und Zucker im Wasserbad cremig rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Schokolade in Stücke brechen, ebenfalls im Wasserbad schmelzen lassen und mit dem Kakaopulver unter die Buttermasse rühren. Die Eigelbe und das Ei einzeln einrühren. Die Schokoladencreme 20 Minuten kühl stellen.
Den Biskuit ausrollen. Die Hälfte der Schokoladencreme darauf geben, so dass man einen etwa zwei cm breiten Rand an der breiten Seite frei lässt. Von der Breitseite her aufrollen.
Die Rolle mit der restlichen Schokoladencreme rundum bestreichen. Mit einer Gabel oder einem Garnierkamm längs ein Wellenmuster einritzen. Über Nacht kühl stellen. Vor dem Servieren mit kandierten Früchten, haben wir nicht so gern, oder Mandeln dekorieren. Oder der Fantasie einfach freien Lauf lassen.

Bon appétit!